Betriebskonzept


A Zweck, Ziele und Leitsätze der Kinderbetreuung beider Basel GmbH

1 Zweck
Die Kinderbetreuung beider Basel ist eine als GmbH konstituierte Gesellschaft, die zwei private Kindertagesstätten führen.
Die KITA SO29 in Basel nimmt Kinder aus der Stadt Basel wie auch aus den umliegenden Gemeinden auf.
Die Kita Feldsäge nimmt Kinder vorwiegend von den KSBL – MitarbeiterInnen auf. Es werden fünf altersgemischte Gruppen geführt, die von qualifiziertem Personal professionell betreut werden. Die Kinderbetreuung GmbH beider Basel bietet eine ausserfamiliäre Betreuung von Kindern ab vier Monaten bis 12 Jahren in kindgerechter Umgebung an. Die Kindertagesstätten bieten teilsubventionierte Plätze an.

2 Ziele
Die Kita verfolgt folgende Ziele:
2.1. Pädagogisch hoch stehende Betreuung der Kinder
Die Kinder verbringen den Tag in einer altersgemischten Gruppe. Sie lernen so auf einander Rücksicht zu nehmen und erleben vielfältige Vorbilder. Wir nehmen die Kinder ernst und ermutigen die Kinder ihre Interessen und Anliegen auszudrücken und zu vertreten.
Die Kita schafft Raum, damit die Kinder für ihre Entwicklung wichtige Erfahrungen machen können. Dem Kind werden verschiedene Angebote auf allen Sinnesebenen geboten. Der Tagesablauf in der Kita SO29 soll dem Kind individuell entsprechen.

2.2. Zusammenarbeit mit den Eltern
Es ist uns wichtig, die zwei Welten – das Daheim und den Kinderhort – miteinander zu verknüpfen. Darum ist uns eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. Dabei sollen die Anliegen aller Beteiligten Platz haben und berücksichtigt werden, nämlich die Bedürfnisse der Kinder und die Anliegen der Eltern und die Ressourcen des Kinderhorts.

2.3. Wirtschaftlich selbsttragender Betrieb
Die Kita kommt ohne staatliche Subventionen aus.
Wir bieten teilsubventionierte Plätze an.

2.4. Attraktive und sichere Arbeitsplätze
Die 13-15 Arbeitsplätze weisen moderne Arbeitsbedingungen und Versicherungskonditionen sowie Möglichkeiten zur Weiterbildung auf.
Die KITA SO29 ist ein Lehrbetrieb, dieser bildet Fachfrauen/männer Betreuung Fachrichtung Kinder aus.


3. Leitsätze
Die KITA SO29 orientiert sich in der Betreuung der Kinder an folgenden Leitsätzen:
- Das Kind ist bei uns willkommen
- Das Kind steht bei uns im Mittelpunkt
- Das Kind erfährt Vertrauen und Verlässlichkeit
- Wir gehen mit gutem Vorbild voran
- Wir sichern unsere Arbeit durch Fachberatungen
- Wir pflegen kollegiale Teamarbeit
Die KITA SO29 und die Kita Feldsäge arbeiten kundenorientiert und bieten ihre Leistungen gemäss den Bedürfnissen der Eltern an.

B Sozialpädagogische Grundsätze

4. Persönlichkeitsbildung
Das Kind soll seine eigene Persönlichkeit kennen lernen und sie gegen aussen vermitteln können. Gleichzeitig lernt es im Kinderhort mit den verschiedenen Charakteren seiner Mitmenschen umzugehen.

4.1 Eingewöhnung
Um dem Kind und den Eltern in dieser neuen Situation zur Seite zu stehen, gestalten wir die Eingewöhnungszeit individuell, wir lehnen uns jedoch an an das „Berliner Eingewöhnungsmodell.“ (Quelle: INFANS Berlin 1990)

3 Tage Grundphase: Dle Eltern begleiten das Kind in die Kita, bleiben gemeinsam mit dem Kinde, bleiben aber eher passiv und lassen das Kind auf die Betreuerin zu gehen, wenn das Kind dies wünscht.
Am 4. Tag beginnt der Trennungsversuch, die Reaktionen des Kindes sind die Massstäbe für einen Fortsetzung oder einen Abbruch der Trennung.
Stabilisierungsphase: Ab dem 4. Tag überlassen die Eltern die Betreuung des Kindes der Erzieherin, sind aber in greifbarer Nähe.
Schlussphase: Die Eltern sind nicht mehr in der Kita anwesend, sind aber jederzeit erreichbar.
Das Kind sollte in der Zeit der Eingewöhnung die Kita möglichst höchstens halbtags besuchen.
Nach einem Monat führen wir ein Elterngespräch durch, um zu reflektieren und um zu schauen, wo das Kind steht. Dieses Gespräch führt die Bezugsperson, auch die Heimleitung ist dabei.
Für diese intensive Zeit berechnen wir Fr. 15.- die Stunde.

4.2 Förderung des Kindes
Wir wollen jedes Kind in seiner Eigenart und seiner individuellen Persönlichkeit wahrnehmen, respektieren und wertschätzen. Wir begleiten das Kind mit Verständnis und Zuwendung. So nehmen wir unsere Aufgaben als Betreuerin/Betreuer und als Vorbild gegenüber den Kindern wahr.

4.3 Gestaltung des Tageablaufs:
Wir beziehen die Wünsche der Kinder in den Tageablauf ein. Wir fördern dadurch die Bereitschaft des Kindes, seine Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken. Je nach Gruppenzusammensetzung teilen wir die Kinder in kleinere Gruppen und bieten dem Kind so altersentsprechende Aktivitäten an. Der Schlaf- und Ruherhythmus eines jeden Kindes wird von uns wahrgenommen und respektiert.

4.4 Freispiel und andere Aktivitäten
Im Freispiel darf das Kind selber entscheiden, mit wem und wie lange es spielen möchte.
Beim Freispiel wird die Fantasie gefördert. Es entstehen oft Rollenspiele, in denen das Kind Erlebtes verarbeitet. Wir bieten dem Kind Aktivitäten an, damit es Sinneserfahrungen machen kann und seine Kreativität gefördert wird. Wir unterstützen das Kind, Neues und ihm Fremdes auszuprobieren.

Wir geben dem Kind den nötigen Freiraum. Wir ziehen uns bewusst zurück und geben wenn nötig Hilfestellung.

4.5 Rituale
Am Morgen und vor dem Mittagessen gehört das Ritual (Kreisli, Geschichten hören, singen, usw.) zum Tagesablauf. Dieses bewusste Zusammensein gibt dem Kind Orientierung und Sicherheit.

4.6 Essen
Das Kind kann selber entscheiden, wie viel es von unserem Angebot essen mag. Das Kind kann dabei lernen, auf seinen Körper zu hören und die Sinneswahrnehmungen zu schärfen.
Wir unterstützen das Kind, von allen Speisen zu kosten, damit es seine Geschmacksnerven sensibilisieren kann. Wir möchten das Kind motivieren, für Neues offen zu sein und die Nahrungsmittel wertzuschätzen.

4.7 „Burzelbaum“ – Bewegung und gesunde Ernährung in der Kita SO29
Während 1.5 Jahren wurden wir vom Sportamt Basel in diesem Projekt begleitet.
Unser Ziel war es, die Bewegung und die gesunde Ernährung zu fördern und im Alltag einzubauen.
Es besteht in der Kita SO29 ein Ernährungskonzept.

C Förderung der Selbstständigkeit

Wir unterstützen das Kind darin eigeninitiativ zu handeln und fördern seine Selbstständigkeit.

5.1 Emotionen und Konflikte
Das Kind darf seine Gefühle ausdrücken, nicht nur Freude, auch Trauer oder Wut. Wir motivieren das Kind, Konflikte selbstständig auszutragen und begleiten es wenn nötig bei der Konfliktlösung.

5.2 Spielen
Das Kind darf das gewünschte Spielmaterial selbstständig hervornehmen und versorgen. Es darf frei entscheiden, was es spielen möchte.

5.3 An- und Ausziehen
Wir motivieren das Kind zum selbstständigen An- und Ausziehen, unterstützen es dabei und geben ihm dazu genügend Zeit.

5.4 Körperpflege
Mit Geduld unterstützen wir das Kind in Absprache mit den Eltern beim Trockenwerden. Wir reinigen mit dem Kind nach dem Mittagessen die Zähne und geben ihm, wenn nötig dazu Hilfestellung.

5.5 Sensibilisierung für Natur und Umwelt
Das Kind soll die Natur und Umwelt erleben und erfahren dürfen und einen Bezug zu den vier Jahreszeiten bekommen. Wir wollen dem Kind die Möglichkeit bieten, täglich und bei jedem Wetter draussen zu spielen und dabei seine Fantasie auszuleben. Beim Spiel im Wald und auf Spielplätzen möchten wir das Bewusstsein für Natur und Umwelt wecken und ihm die Möglichkeit geben, die Tierwelt zu entdecken.
Das Kind bekommt die Gelegenheit zur Material- und Sinneserfahrung. Werken mit Papier, Kleister, Steinen, Wolle, Spielen mit Holz, Sand, Lehm, Erde und Ästen usw. Bei Aktivitäten und bei der Raumdekorationen beziehen wir Naturmaterialien mit ein.

D Elternarbeit

6.1 Grundsatz
Die Elternarbeit ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Basis für eine gute Zusammenarbeit ist gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Ehrlichkeit.

6.2 Kontakt
Das Bringen des Kindes am Morgen und das Abholen am Abend sind Gelegenheiten für spontane Rückmeldungen, sei es von Seiten der Eltern oder von Seiten der ErzieherInnen. Es ist unser Bestreben, Erwartungen, Wünsche und Beobachtungen der Eltern und Kinder ernst zu nehmen und soweit als möglich darauf einzugehen. Wir erwarten von den Eltern, dass sie den Rahmen unserer Institution respektieren und sich bewusst sind, dass wir in indizierten Fällen an unseren Regeln und Abläufen festhalten müssen.

6.3 Elterngespräche
Wir laden die Eltern jährlich zu einem Elterngespräch ein. Bei neu eingetretenen Kindern findet ein Standortgespräch einen Monat nach dem Eintritt statt. Bei Bedarf sind wir jederzeit bereit, zusätzliche Elterngespräche zu führen.

6.4 Elternaktivitäten
Es ist uns wichtig, dass die Eltern die Möglichkeit bekommen, die anderen Eltern ihrer Gruppe oder aus anderen Gruppen kennen zu lernen. Daher organisieren wir verschiedene Aktivitäten, an welchen sich Eltern und Kinder begegnen können.
Die Eltern erhalten regelmässig die Gelegenheit, uns im Alltag bei verschiedenen Anlässe, zu begleiten, wie zum Beispiel: Gemeinsames Znüniessen, Samstaggrillfest usw.

6.5 Vertrag zwischen Kinderhort und Eltern
Zwischen der KITA SO29 und den Eltern wird ein Vertrag geschlossen, der alle wesentliche Punkte regelt, wie z.B.
- Elternbeitrag
- Öffnungszeiten
- Betreuungstage
- Ferien
- Versicherungen
- Krankheit

E Betriebliche Grundsätze

7.1 Die Aufgabenbereiche in der KITA SO29 und in der Kita Feldsäge gliedern sich in folgende Funktionen
- GesellschafterInnen (GmbH)
- Geschäftsführung
- Administration
- Öffentlichkeitsarbeit
- Kitaleitung
- Fachliche Anleitung und Supervision
- ErzieherInnen/BetreuerInnen
- Lehrfrauen-/männer
Der KITA SO29 steht in der Leitung (Gesellschafter) ein Anwalt für juristische Fragen zur Seite. Die Anforderungen an die Mitarbeitenden der Kita SO29 sind aus den Pflichtenheften ersichtlich.
Wir lehnen uns an die Leitlinien von kibesuisse ( Kinderbetreuung Schweiz) betr. Prävention physischer und psychischer Gewalt in den Kitas. Wir thematisieren dies regelmässig an Teamsitzungen, Veränderungen in den Leitlinien von kibesuisse werden schriftlich im Protokoll festgehalten und gelten danach für das ganze SO29 Team.
Wir lehnen uns an den Interventionsleitfaden von kibesuisse (Kinderbertreuung Schweiz) bei sexueller Ausbeutung in Kitas und Horten. Wir thematisieren dies regelmässig an Teamsitzungen, Veränderungen in den Leitlinien von kibesuisse werden schriftlich im Protokoll festgehalten und gelten danach für das ganze SO29 Team.
Ebenso halten wir uns an den Verhaltungskodex von kibesuisse (Kinderbetreuung Schweiz) in Bezug auf sexuelle Gewalt. Dieses Thema wird regelmässig an Teamsitzungen thematisiert.

7.2 Versicherungen
Die Mitarbeitenden sind gegen Unfall und längere Krankheit kollektiv versichert.
Unfall- und Krankenversicherung für die Kinder sind Sache der Eltern resp. der Erziehungsverantwortlichen.

7.3 Kindergruppen
Die Kita SO29 verfügt über 38 Plätze.
  • Gruppe Grün:13 Plätze für Kinder von 6 Monaten bis Ende Kindergartenalter
  • Gruppe Blau: 13 Plätze für Kinder von 6 Monaten bis Ende Kindergartenalter
  • Gruppe Gelb: 13 Plätze für Kinder von 6 Monaten bis Ende Kindergartenalter
Die Kita Feldsäge verfügt über 35 Plätze:
  • Gruppe Gelb: 14 Plätze für Kinder ab 4 Monaten bis ca. 7 Jahren
  • Gruppe Blau: 14 Plätze für Kinder ab 4 Monaten bis 7 Jahren
  • Schülergruppe: 7 Plätze bis ca. 12 Jahren

7.4 Räumlichkeiten
Anzahl und Grösse: Die Kita SO29 befindet sich in einem 11-Zimmerhaus. Die Gruppen Blau und Gelb bewohnen je einen Stock mit 3 Zimmern und einem Badezimmer. Die Gruppe Grün ist im Parterre mit drei grossen Zimmern. Im Parterre befindet sich die Küche sowie der Ausgang zum Garten.


Spielstrich
Auf dem Spielstrich ist Platz für Kreisspiele, Bewegungsspiele, Geschicklichkeitsspiele, zur Fördern der Koordination, usw. Das „Bällelibad“ lädt zum Verweilen in Mitten Hunderten von Bällen ein.


Bauraum
Der „Raum“ im Untergeschoss wird derzeit zum Bauraum umgebaut.

Aussenräume
Den Kindern steht ein Garten mit einem Sandkasten und vielen Velos zum Spielen zur Verfügung. Wir verzichten bewusst auf einen Spielturm, auf Kletterstangen und auf eine Rutschbahn. Dafür stehen Holzblöcke und Autoreifen im Garten.

Umgebung
In der Umgebung der KITA SO29 befinden sich verschiedene Spielplätze, die Bus- und Tramstation ist ebenfalls in unmittelbarer Nähe und lädt dazu ein, auch längere Spaziergänge zu unternehmen.

7.5 Öffnungszeiten
Kita SO29: Montag bis Freitag von 07.00 bis 18.30h.
Die Kita SO29 ist geschlossen:
  • an gesetzlichen Feiertagen (nach Kanton BS)
  • während zwei Wochen im Sommer

Kita Feldsäge 06.30-18.30
  • geschlossen an den gesetzlichen Feiertagen

7.6 Sicherheit
In allen Räumen sind Brandschutztüren montiert. Auf jeder Etage befindet sich ein Feuerlöscher. Die MitarbeiterInnen sind über deren Benutzung instruiert.
Im Parterre, im Vorratsraum, befindet sich der Order, der über alle Informationen und Verhalten im Brandfall verfügt. Dieser wird von der Heimleitung regelmässig aktualisiert.
Regelmässig findet von der Gebäudeversicherung eine Feuerwehrübung für das SO29 Team statt.


7.7 Hygiene
Wir halten uns an die üblichen Hygieneregeln und werden regelmässig und unangemeldet von der Lebensmittelkontrolle auf Hygiene und Sauberkeit geprüft. Wir reinigen die Kita täglich. Einmal pro Woche wird die Kita durch ein Institut gründlich gereinigt.

7.8 Wirtschaftlichkeit
Die Kita SO29 wird als private Institution, die sich durch Elternbeiträge finanziert, geführt. Die Tarife für die Betreuung der Kinder richten sich nach den Kosten des Kinderhortbetriebes.
Zusätzlich bietet die Kita SO29 10 teilsubventionierte Plätze an, diese werden vom Kanton Basel-Stadt vermittelt.
Die Kita wird nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. Eine professionelle Buchhaltung, ein regelmässiges Controlling und eine laufend aktualisierte Finanzplanung dienen der Sicherstellung der wirtschaftlichen Stabilität.

7.9 Bewilligung
  • Die Kita verfügt über eine Betriebsbewilligung des Kantons Basel-Stadt, der die Kita alle 2 Jahre überprüft. und erneuert.
  • Die Kita  SO29 und die Kita Feldsäge sind Mitglied von kibesuisse, Kinderbetreuung Schweiz.
  • Die Kita SO29 und die Kita Feldsäge erfüllen alle Voraussetzungen, Lehrende auszubilden.
  • Die KITA SO29 ist seit September 2013 ein zertifizierter Betrieb und wird regelmässig durch ProCert überprüft.
Basel, 22.04.2014 / bb



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